Absolut! Hier ist der Text aus dem Bild in korrekter Groß- und Kleinschreibung:
Groß- und Kleinschreibung (Eine Welt)
Selbst bei einem oberflächlichen Blick in die Geschichte zurück wird man feststellen, wie ungeheuer sich das Leben auf der Erde im vergangenen Jahrtausend verändert hat. Kontinente, die noch vor 500 Jahren nichts voneinander wussten, entdeckten sich gegenseitig und rückten näher zusammen. Die Welt wurde größer und kleiner zugleich. Wo immer sich heute etwas Wichtiges ereignet, Sekunden, allenfalls Minuten später jagt es dank der modernen Kommunikationsmittel als Nachricht um die Erde. Und je wichtiger das Ereignis, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es alle Länder und alle Menschen mittelbar oder unmittelbar betrifft. Keine 200 Jahre ist es her, dass Goethe einen Bürger sagen ließ:
"Nichts Besseres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
wenn hinten, weit, in der Türkei,
die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten:
dann kehrt man abends froh nach Haus,
und segnet Fried und Friedenszeiten."
Der Dichter hat das auch ironisch gemeint. Doch heute greift diese Ironie nicht mehr. Noch der unpolitischste Bürger weiß: Der Krieg in der entferntesten Ecke der Welt kann ihn schon morgen selbst betreffen. Das zeigte sich auf dramatische Weise am 11. September 2001, als zwei von arabischen Selbstmordattentätern entführte Flugzeuge ins New Yorker World Trade Center flogen. Die ungelösten Probleme im Nahen Osten rissen im mächtigsten Land der Erde über 3000 unschuldige Menschen in den Tod. In den Tagen und Wochen danach hörte man allenthalben, nun werde nichts mehr sein wie zuvor, ein langer Krieg der Kulturen werde beginnen. Viele verglichen den 11. September 2001 gar mit dem 28. Juni 1914, dem Attentat von Sarajevo, das zum Ersten Weltkrieg führte und bis heute als "Mutterkatastrophe des 20. Jahrhunderts" gilt. Noch haben wir Zeitgenossen es in der Hand, dafür zu sorgen, dass der 11. September 2001 nicht zur Mutterkatastrophe des 21. Jahrhunderts wird. Noch können Politiker, Geistliche, Wissenschaftler, Künstler, können wir alle dafür sorgen, dass es zu keinem Krieg der Kulturen kommt.
Die immer engere Verzahnung von Kontinenten und Ländern, die vielbeschworene Globalisierung in allen Bereichen macht auch eine immer engere Verzahnung der Politik nötig. Von erster, zweiter, dritter und vierter Welt zu reden, vermittelt den Eindruck, es gäbe vier Welten. Das ist heute weniger richtig als es jemals war. Es gibt nur eine Welt, deshalb muss es auch eine Weltpolitik geben. Sie darf keine Politik des Gegeneinander, sie muss eine Politik des Miteinander sein: Weltinnenpolitik.
Bei allen regionalen und nationalen Unterschieden steht die Weltgesellschaft im neuen Jahrtausend gemeinsam vor der Aufgabe, ein friedliches Neben- und Miteinander aller Menschen in einer lebenswerten Umwelt zu ermöglichen.
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